Titelbild

Neueste Entwicklungen in der internationalen Kinderheilkunde

Das Institut Arbeit und Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen und die Vestische Kinderklinik Datteln richten vom 1. bis 3. Juni 2007 die Jahrestagung des europäischen Pädiatrienetzes EUROPET aus.

Pressemitteilung vom 16.05.2007
Redaktion: Claudia Braczko

Neueste Entwicklungen in der internationalen Kinderheilkunde stehen im Mittelpunkt, wenn sich vom 1. bis 3. Juni deutsche Kinder- und Jugendmediziner mit Experten aus ganz Europa im Ruhrgebiet treffen. Das Institut Arbeit und Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen und die Vestische Kinderklinik Datteln richten die diesjährige Jahrestagung des von der Europäischen Kommission geförderten Pädiatrienetzes EUROPET (European Pediatrics Thematic Network) aus. Neue Früherkennungsmöglichkeiten, Vorsorge, richtige Behandlung verschiedenster Krankheiten und neue Ausbildungsansätze und Forschungskooperationen werden vorgestellt und diskutiert.

Eingebettet in die wissenschaftlichen Fachsitzungen im Wissenschaftspark Gelsenkirchen ist am 02.06.2007 ab 18:30 Uhr im Rahmen der ExtraSchicht ein Programmangebot für die interessierten Bürger der Region. Neue Konzepte und Ansätze im Gesundheitssektor werden vorgestellt und allgemeinverständlich diskutiert, so etwa zur Erkennung und Behandlung von Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen bei Kindern und Jugendlichen, zur Behandlung von Frühgeborenen durch Musiktherapie und zum Auftreten von seltenen Tumoren und Krebserkrankungen bei Kindern. Ferner geht es um Ursachen kindlicher Übergewichtigkeit, molekulare Früherkennung von Krankheiten schon vor der Entstehung sowie Therapieüberwachung und Optimierung durch patentierte Gewebekulturkammern, Arzneimittelsicherheitsverfahren und WHO-Patientensicherheitskonzepte. Schließlich wird die Eingliederung von Kindern mit speziellen Behandlungs- und Förderungsbedürfnissen oder Hilfe für Kinder und Eltern in zerrissenen Familien vorgestellt.

Während der “ExtraSchicht – Nacht der Industriekultur” stehen die Mediziner im Wissenschaftpark den Besuchern einzeln und in Gruppen Rede und Antwort und informieren zudem mit Filmen, Vorträgen und demonstrieren Gerätschaften. Hier sind zusätzlich Beiträge von der Fronten medizinischen Fortschrittes im Programm, so etwa zum Überwinden von Stottern durch eine neuartige Chip-Technologie aus Amerika. Aus erster Hand gibt es Demonstrationen zur Erfassung bisher nur sporadisch berücksichtigter Lichtsignale in lebenden Organismen durch Biophotonen und Infrarotkamera, dazu werden die daraus resultierenden diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten und Konsequenzen auch in der Lebensmittelüberwachung oder Landwirtschaft erläutert.

Am letzten Tag des Treffens geht es in der Vestischen Kinderklinik in Datteln um Musiktherapie für Frühgeborene, Krebserkrankungen in der Kindheit und ein weiteres Topthema “Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen”. Eine letzte spezielle Programmkomponente widmet sich am 03.06.2007 dann noch den Möglichkeiten von Magnetresonanz in der Medizin durch spezifische Sichtbarmachung von Hirnaktivitäten. Die Kongressteilnehmer besuchen das europaweit führende “L. Hahn Institute for Magnetic Resonance Imaging” mit seinem 7 Teslar MR Labor auf Zeche Essen Zollverein.

Wichtiges Anliegen der Experten-Konferenz u.a. in Zusammenarbeit mit CESP (Confederation of European Specialists in Pediatrics), EAP (European Academy of Paediatrics), UESM (Union of Medical Specialists in Europe), PAED-Net (deutsches Pädiatrienetz), GMA (Deutsche Gesllschaft für Medizinische Ausbildung), der European Medical Association (EMA), dem ADHS Netz (Awareness Deficiency Hyperkinesis) und verschiedenen nationalen wie internationalen Musiktherapie- Fachgesellschaften ist die pädiatrische Facharztaus- und Weiterbildung in den EU-Mitgliedsländern, der eine besondere Konferenz im Vorfeld des Jahrestreffens gewidmet ist. Außerdem wird die von den europäischen Gesundheitsministerien geforderte Adaptierung des WHO-Konzeptes (IC) zur Frühförderung und gesellschaftlichen Eingliederung von Kindern mit besonderen Fördernotwendigkeiten bearbeitet, bei dem sich EUROPET um eine Vorreiterrolle in Europa bemüht.