Die Vorteile dezentraler Sparkassen können mit den gängigen ökonomischen und raum-wissenschaftlichen Ansätzen nicht erklärt werden: Raumwissenschaftlich und -politisch werden Metropolregionen und Cluster, und damit eine räumliche Konzentration wirtschaftlicher Aktivitäten, fokussiert. Vor dem Hintergrund, dass Sparkassen dispers im Raum verteilt sind und sich nicht regionalen „Finanzclustern“ zuordnen lassen, verwundert ihr Erfolg.
Projektdetails
Laufzeit:
01.03.2010 - 31.07.2013
Leitung:
Bearbeitung:
Publikation(en):
Gärtner, Stefan / Flögel, Franz
2013: Dezentrale vs. zentrale Bankensysteme? Geographische Marktorientierung und Ort der Entscheidungsfindung als Dimensionen zur Klassifikation von Bankensystemen. In: Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie, im Erscheinen
Vorträge:
05.07.2013
Vielfalt im Bankenwesen? Ein Vergleich der Unternehmensfinanzierung regionalorientierter Banken und Großbanken in Deutschland ![]()
Veranstaltungen:
19.06.2012
Praxis-Wissenschafts-Dialog
Finanzwirtschaft zwischen regionaler Konzentration und dezentraler Versorgung ![]()
Projektübersicht
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Zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen in Kooperation
mit der Ruhr-Universität Bochum
Projektinfo:
Raum und Sparkassen / SPA-RAUM
Problemstellung
Untersuchungsziel
Ziel ist, den oben genannten Widerspruch aufzulösen, indem Raum und Proximität aus Sicht der Sparkassen differenziert betrachtet, die Bedeutung regionaler Sparkassen für die Architektur stabiler Finanzmärkte aufgezeigt und ein Bild skizziert wird, dass die relevanten Raumsphären und Netzwerke, die den Erfolg von Sparkassen bedingen, darstellt.
Untersuchungsdesign
Eine Mixtur unterschiedlicher Forschungsmethoden, z.B.: Literaturstudien, Experteninterviews, Untersuchungen ausgewählter Sparkassen und Regionen (Mehrebenenanalysen), Auswertung von Daten und statistische Analysen aber auch ganz neue Methoden zur Erschließung verschiedener regionaler Raumperzeptionen.
Relevanz
Neue finanzgeographische Erkenntnisse, um die Rolle räumlicher (geographische und soziale) Nähe, Vertrauen und Informationsasymmetrien in der Finanzwirtschaft beurteilen zu können, und davon die Vorteile dezentraler Finanzsysteme für einzelne Regionen, die Volkswirtschaft und die Finanzmarktstabilität ableiten zu können.

