Projektdetails
Laufzeit:
01.01.2010 - 31.12.2010
Leitung und Bearbeitung:
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Zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen in Kooperation
mit der Ruhr-Universität Bochum
Projektinfo:
Grundlagen innovativer Räume – Kompetenzen, Kultur, Kommunikation / KKK
Ziel und Aufgabenstellung
Auf welcher Basis konstituieren sich ‚innovative Räume’? Was zeichnet ‚innovative Räume’ aus? Dies sind die Kernfragen des Projektes ‚Grundlagen innovativer Räume – Kompetenzen, Kultur, Kommunikation’. Anknüpfungspunkte der Untersuchung sind a. die Gesellschaft und b. der Raum, die als Nährboden für innovatives Verhalten und daraus resultierende Innovationen verstanden werden.
a. Als Gesellschaft sind in erster Linie Akteure gemeint, die sich ganz im Sinne des ‚Triple Helix’ Models aus universitären, betrieblichen und regulierenden Umfeld zusammensetzen. Dabei sollen die Akteursgruppen nicht als Organisationen analysiert werden, sondern in Bezug auf Ihre Funktionen und Aktivitäten. Das ‚Triple Helix (TH)’ Model soll hier lediglich als Ausgangspunkt der Untersuchung fungieren und bei der Identifizierung weitere Akteursgruppen helfen, um somit neue Konzepte jenseits der TH zu entwickeln. Daneben soll der Blick auf die teilnehmenden Akteure sichtbar machen, welche Aktivitäten in ‚innovativen Räumen’ stattfinden und wie sie gebündelt oder/und aktiv gestaltet werden können. Außerdem soll der Prozess der Findung einzelner Akteure beobachtet werden und die organisatorischen Strukturen, die sich daraus ergeben.
b. Der Raum dient als Verortungspunkt der Gesellschaft und ihrer Aktivitäten, deshalb gilt es zu untersuchen, was in diesem Kontext unter Raum zu verstehen ist. Wie sind ‚innovative Aktivitäten’ räumlich gebunden und spielen administrative Einheiten wie Stadt oder Region dabei eine Rolle? Oder sind ‚innovative Räume’ abstrakte Gebilde, die kognitiv durch die beteiligten Akteure konstruiert werden z.B. in Form von Arbeitsgruppen oder Austauschplattformen, die einen breiten Aktionsradius haben.
Die K’s, (1) Kompetenzen, (2) Kultur und (3) Kommunikation werden im Projekt als Rahmenbedingungen und Gestaltungsmittel ‚innovativer Räume’ betrachtet. Wobei auch weitere K’s wie etwa Konflikte, Kooperationen und Kreativität in die Untersuchung einfließen sollen.
(1) Kompetenzen
Unter Kompetenzen fallen z.B. spezifische gesellschaftlich und räumlich gebundene Fachkompetenzen, die das innovative Geschehen und Verhalten fördern. Hierbei kann es sich um ein besonderes Fachwissen aus traditionellen regionalen Branchen und Sektoren handeln.
(2) Kulturen
In Bezug auf die Gesellschaft sind es Arten und Spezifika wie z.B. die Bereitschaft zum Neuen, aber auch die Netzwerkarbeit, die, die teilnehmenden Akteure vermitteln. Darüber hinaus gilt zu untersuchen, ob spezifische räumliche Stereotype innovative Aktivitäten begünstigen können.
(3) Kommunikation
Die Kommunikation soll sich mit zweierlei befassen, zum einen mit der Frage wie man den Begriff ‚Innovation’ definiert und versteht sowie an welchen Merkmalen ‚Innovationen’ festgemacht werden können. Zum anderen soll im Laufe des Projektes der Frage nachgegangen werden wie ‚Innovationen’ mittels Bilder, Symbolen etc. nach innen und außen kommuniziert werden können und Mittel sind, um Räume als Konzepte zu vermarkten.
Vorgehen
- Im ersten Schritt des Projektes wird eine Forschungsstandsanalyse durchgeführt zu den Themenkomplexen ‚Innovation’, ‚innovative Modelle’, ‚Triple Helix Model’, des Weiteren werden deren Zusammenhänge dargestellt.
- Aufbauend auf der Forschungsstandsanalyse werden Charakteristiker ‚innovativer Räume’ und Indikatoren zu deren Identifikation entwickelt.
- Da Gesellschaft und Raum als Ausgangspunkte der Untersuchung gelten mit Blick auf Entstehung und Werdegang ‚innovativer Räume’, werden weitere analytische Ansätze wie die des Konstruktivismus herangezogen. Es wird der Frage nachgegangen wie Raum entstehen kann im Sinne ‚kognitiver Räume’ und wie dieser durch das Handeln der Akteure konzipiert wird. Anschließend werden zur Konzeptionalisierung ‚innovativer Räume’ unterschiedliche Raumtheorien herangezogen.

