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Schule im kooperativen Staat: berufliche Orientierung Jugendlicher als Gemeinschaftsaufgabe im lokalen Netzwerk

Schule im kooperativen Staat: berufliche Orientierung Jugendlicher als Gemeinschaftsaufgabe im lokalen Netzwerk. Internet-Dokument. Gelsenkirchen: Inst. Arbeit und Technik. Projektbericht des Instituts Arbeit und Technik, Nr. 2006-01

Zusammenfassung:

Krone, Sirikit (Hrsg.)

Seit Beginn der 90er Jahre ist zunehmend deutlicher geworden, dass die bestehenden Bildungs- und Fördersysteme in Deutschland nicht mehr in ausreichendem Maße geeignet sind, um Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg in das Erwerbssystem adäquat vorzubereiten. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen von 16 bis unter 25 Jahren stieg in Deutschland von 4,4 Prozent im Jahre 1990 auf über 10% seit 1997. Empirische Studien zeigen, dass ein zentrales Problem der Jugendlichen darin besteht, bereits frühzeitig eine berufliche Orientierung zu entwickeln, um die Übergänge in das Ausbildungssystem und später in den Arbeitsmarkt erfolgreich zu bewältigen.
Da für viele Jugendliche Arbeitslosigkeit das negative Ergebnis einer fehlgeschlagenen individuellen Erziehungs-Bildungs-Berufs-Biographie darstellt, muss es zukünftig verstärkt darum gehen, Jugendliche frühzeitiger, umfassender und gezielter als bisher auf die Anforderungen des Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarktes vorzubereiten. Diese Anforderung kommt insbesondere auf die allgemein bildende Schule zu, als für die Jugendlichen vermittelnde Institution im Zentrum zwischen Elternhaus, Wirtschaft und den Fördersystemen.
Welchen Beitrag kann und sollte Schule als staatliche Instanz im kooperativen Staat zur beruflichen Orientierung Jugendlicher und damit zur Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit der nächsten Generation leisten? Mit dieser Frage beschäftigten sich WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen auf einer Tagung im April 2004 im Institut Arbeit und Technik.

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