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Bewältigung von Personalentlassungen durch Gestaltung von Übergangsarbeitsmärkten

Bewältigung von Personalentlassungen durch Gestaltung von Übergangsarbeitsmärkten: ein deutsch-österreichischer Vergleich der Umsetzungsbedingungen und Erfolgschancen. Gelsenkirchen: Inst. Arbeit und Technik. Graue Reihe des Instituts Arbeit und Technik, Nr. 2001-05

Eberle, Christa

Zusammenfassung

Diese Arbeit soll dazu beitragen, das Bewußtsein der Akteure am Arbeitsmarkt dafür zu schärfen, daß der bisher meist eingeschlagene Weg der klassischen abfindungsorientierten Sozialplanpolitik kaum eine Zukunft hat. Um die Belastung der Sozialversicherungssysteme zu mindern, wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren verändert. Dies wiederum macht es den Betrieben fast unmöglich, die bisher gängige Praxis, ältere Arbeitnehmer vorzeitig aus dem Arbeitsprozess auszugliedern, zu finanzieren.

Anhand von drei exemplarischen Fallstudien in Deutschland und Österreich werden Alternativen zur abfindungsorientierten Sozialplanpolitik aufgezeigt. Mit Förderinstrumenten wie strukturbedingte Kurzarbeit, Zuschüsse zu Sozialplanmaßnahmen und Arbeitsstiftungen, die in Verbindung mit aktiven Sozialplänen zur Anwedung kamen, wurde zwischen alter und neuer Beschäftigung ein Übergangsmarkt geschaffen, in dem eine berufliche Um- / Neuorientierung und eine eventuelle berufliche Qualifizierung stattfinden konnte. Neben einer vergleichenden Analyse, ob die Übergangsarbeitsmärkte die Beschäftigungsfähigkeit der betroffenen Arbeitnehmer einschließlich der benachteiligten Arbeitnehmergruppen fördern, bildet die Auseinandersetzung mit der Segmentationstheorie einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit. Hierbei wurde der Frage nachgegangen, ob durch die Übergangsmärkte bestehende Arbeitsmarktungleichheiten gemindert werden können.

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