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Lebendige Regionen - Aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe / MORO

Abbildung Logo Lebendige Regionen

Das IAT begleitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) das „Modellvorhaben der Raumordnung Lebendige Region – Aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe“ (MORO Lebendige Regionen). Das BBSR fördert seit Jahren in zahlreichen MOROs die Erprobung und Umsetzung innovativer, raumordnerischer Handlungsansätze und Instrumente in Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis. Das aktuelle MORO Lebendige Regionen wird vom IAT gemeinsam mit SPRINT – wissenschaftliche Politikberatung und dem Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge (an der Universität Leipzig) über mehrere Jahre begleitet.

Ausgangslage und Ziel

Das MORO Lebendige Regionen setzt bei der Beobachtung an, dass in vielen Regionen bereits teilräumliche oder sektorale Entwicklungskonzepte vorliegen, die wichtige Ansatzpunkte für die künftige Entwicklung der jeweiligen Regionen beinhalten. Oftmals fehlt jedoch eine gesamträumliche und übergeordnete Strategie, welche die zentralen Themen integriert. Ferner werden die sich ändernden finanziellen Rahmenbedingungen der Regionen und ihrer Kommunen nur selten umfänglich in den regionalen Entwicklungsstrategien berücksichtigt. Mit dem MORO Lebendige Regionen soll in ausgewählten Regionen eine integrierte Entwicklungsperspektive unter Berücksichtigung der langfristigen finanziellen Rahmenbedingungen gefördert werden.

Es geht folglich weniger darum, für einzelne Fachpolitiken neue Lösungen zu entwickeln, sondern im regionalen Kontext auf der Grundlage vorhandener Konzepte und Strategien Synergieeffekte für eine nachhaltige Entwicklung zu generieren. Vorhandene Konzepte sollen daher in integrierte Entwicklungsstrategien eingebunden werden. Die Berücksichtigung von Langfristszenarien der kommunalen Finanzsituation soll zugleich die Grundlage für die Auswahl regionaler Umsetzungsprojekte zur Weiterentwicklung der jeweiligen Region mit Blick auf ihre spezifischen Herausforderungen bilden. Diese Projekte sollen als eine Art Leuchtturmprojekte einen Beitrag zur Verstetigung des Prozesses leisten. Vor dem Hintergrund der im Jahr 2020 greifenden Schuldenbremse und der anstehenden Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen ist dabei eine systematische Auseinandersetzung mit diesen fiskalischen Aspekten und deren Konsequenzen für die Regionalentwicklung notwendig.

Vorgehen

Das MORO Lebendige Regionen wird in drei Modellvorhabenrunden durchgeführt, die zeitlich versetzt starten und aus je zwei Projektphasen mit je zwei Jahren Laufzeit bestehen. Insbesondere in der zweiten Projektphase werden konkrete Umsetzungsprojekte erprobt. Mit der Durchführung sind die allgemeine Forschungsassistenz und die finanzwissenschaftliche Begleitforschung beauftragt.

Die Forschungsassistenz (SPRINT und IAT) unterstützt das BBSR sowie die ausgewählten Modellregionen dabei, das MORO umzusetzen. Die Aufgabe unterteilt sich in die wissenschaftliche und die fachliche und administrative Begleitung, wobei beide Bereiche eng miteinander verknüpft sind.

Der finanzwissenschaftlichen Begleitforschung (Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge und IAT) kommt eine doppelte Aufgabe zu: Sie bestimmt bzw. prognostiziert die aktuelle und zukünftige finanzielle Situation jeder Modellregion und berät diese bezüglich möglicher Handlungsspielräume. Ferner zielt die Begleitforschung auf die Ermittlung übertragbarer Erkenntnisse bezüglich der finanziellen Handlungsspielräume der Regionen ab.

Detaillierte Informationen finden sich unter http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/MORO/Forschungsfelder/2015/Lebendige-Regionen/01_start.html

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