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Lokale Gesundheitsarbeit als sozio-ökonomisches Medium der Inklusion / LoGe

Ziel und Aufgabenstellung

Das Projekt „Lokale Gesundheitsarbeit als sozio-ökonomisches Medium der Inklusion“ ist ein Teilprojekt des Forschungsschwerpunkt übergreifenden Vorhabens „Räumliche Selektivität des Strukturwandels durch (ökonomische) Teilhabe überwinden“ in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt Raumkapital.

Ziel des Teilprojektes ist es, in strukturschwachen Städten und Stadtteilen des Ruhrgebiets neue Konzepte lokaler Gesundheitsarbeit (jenseits der klassischen Berufs- und Arbeitsprofile im Gesundheitswesen) zu identifizieren, die durch einen Strukturaufbau „von unten“ initiiert werden. Das vorliegende Teilprojekt zielt somit auf die Mikrofundierung von Gesundheitsarbeit im Rahmen urbaner Ökonomien in Stadtteilen und Quartieren. Ausgangspunkt ist die Hypothese, dass Leerstellen in der gesundheitlichen Versorgung auf lokaler Ebene durch die Entwicklung neuer Versorgungs- und Unterstützungsangebote aus Initiative einzelner Personen oder Gruppen gefüllt werden. Die Arbeit, die diese Personen leisten, lässt sich als sozio-ökonomisches Medium der Inklusion beschreiben, indem neue Angebote zum einen zur Verbesserung der gesundheitlichen Lage der Bevölkerung beitragen und somit durch ihre Inanspruchnahme gesellschaftliche Teilhabe befördern und zum anderen zur eigenen Existenzsicherung der Initiatorinnen und Initiatoren im lokalen Umfeld beitragen.

Vorgehen

Im ersten Zugang des Teilprojektes wird ein Analyseraster entwickelt, anhand dessen neue Angebote lokaler Gesundheitsarbeit identifiziert, beschrieben und typisiert werden können. Realisiert wird der erste Arbeitsschritt auf der Basis von Literatur-, Internet- und Stadtteil- bzw-. Feldrecherchen, durch die v.a. die lokalen Voraussetzungen sowie Integrations- und Inklusionswirkungen gesundheitsbezogener Initiativen identifiziert werden. Im zweiten Arbeitsschritt werden problemzentrierte, biographische und erwerbsbiographische Interviews mit Initiatorinnen und Initiatoren lokaler Gesundheitsangebote durchgeführt. Zentrale Fragestellungen betreffen die sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung neuer Angebote sowie die von neuen Angeboten ausgehende Inklusionswirkung lokaler Gesundheitsarbeit und Versorgungs- und Unterstützungsangebote. In einem dritten Zugriff wird im Rahmen von feldbezogenen Gruppendiskussionen eruiert, wie die Entwicklung lokaler Gesundheitsinitiativen zukünftig besser unterstützt und nachhaltig gestaltet werden können, um eine nachhaltige Inklusionswirkung zu erzielen.

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