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Gesamtenergiekonzept Energielabor Ruhr / EnergielaborRuhr

Ziel und Aufgabenstellung

Auch wenn der Strukturwandel im Ruhrgebiet zu deutlich weniger sozialen Verwerfungen als in anderen europäischen Regionen geführt hat, bestehen aus einer strukturpolitischen, sozialen und städtebaulichen Perspektive noch große Heraus-forderungen, die laufenden Prozesse in eine nachhaltige Richtung zu lenken. Die Folgen des Strukturwandels sind vor allem im nördlichen Ruhrgebiet zu spüren, wovon die Städte Gelsenkirchen und Herten in besonderer Weise betroffen sind.

Im Rahmen einer noch immer notwendigen wirtschaftlichen Neuausrichtung in der Region bieten übergreifende Trends, wie die Transformation der regionalen Ener-gieinfrastruktur, spezifische regionale Chancen und Potenziale. Das vorliegende Projekt betrachtet den Teilraum Gelsenkirchen-Hassel, Herten-Bertlich und Herten-Westerholt, in dem die Folgen des Strukturwandels in einem städteübergreifenden Programmgebiet in der Städtebauförderung bewältigt werden sollen. Verbindendes Element der Stadtteile ist insbesondere das Stadtgrenzen übergreifende Gelände der stillgelegten Zeche Westerholt.

Das IAT erarbeitet mit einem für das Projekt gebildeten Konsortium unter Leitung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie GmbH und in Kooperation mit EEB Enerko Energiewirtschaftliche Beratung GmbH sowie der Gertec GmbH Inge-nieursgesellschaft ein Gesamtenergiekonzept für das Programmgebiet. Die Erstellung des Energiekonzeptes erfolgt im Rahmen des durch das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ geförderte Projekt „Energielabor Ruhr“. Dieses hat neben der Entwicklung von Lösungsansätzen zur energetischen Ertüchtigung und zur Verminderung des CO2-Ausstoßes das Ziel, den möglichen Einsatz von erneuerbaren Energien für den Strom- und Wärmeerzeugung zu überprüfen und unterschiedliche Szenarien sowie Handlungsempfehlungen für die Dekarbonisierung im Programmgebiet bis 2050 zu entwickeln. Dies geschieht unter Berücksichtigung der zu erwartenden lokalen ökonomischen, sozialen und demografischen Entwicklung. Hierfür wird auch der im Nachbarstadtteil Gelsenkirchen-Scholven an-gesiedelte Chemie-Standort in die Betrachtungen einbezogen.

Der inhaltliche Beitrag des IAT in diesem Projekt liegt in der Betrachtung der öko-nomischen Entwicklung des Programmgebietes unter besonderer Berücksichtigung der chemischen Industrie.

Vorgehen

Das Projekt gliedert sich in vier Arbeitsschritte:

  1. Scoping
  2. Forecasting
  3. Backcasting
  4. Roadmap

Im ersten Schritt (Scoping) werden die im Projektraum relevanten Akteure für die Aufgabenstellung identifiziert und bestehende lokale Setzungen (Integrierte Hand-lungskonzepte, Stadtentwicklungskonzepte, Denkmalsatzung, etc.) analysiert, die Einfluss auf die spätere Entwicklung von Handlungsempfehlungen haben.

Im zweiten Schritt (Forecasting) werden in vier sektoralen Workshops gemeinsam mit relevanten Akteuren (siehe Schritt 1) Szenarien für die zu erwartende Entwicklung des Projektraumes bis 2050 ausgearbeitet.

Der dritte Schritt besteht in der Entwicklung integrierter Ziel- und Handlungsszenarien für das Programmgebiet im Rahmen eines weiteren Workshops, der gemeinsam mit kommunalen Akteuren und jeweils einem relevanten Akteur aus den sektoralen Workshops ausgereichtet wird (Backcasting).

Im abschließenden vierten Schritt (Roadmapping) werden sodann Strategien zur Umsetzung und Priorisierung von Maßnahmen entwickelt.

Für das gesamte Projekt werden neben der „Vision 2050“ die Zeithorizonte bis 2018/2022 sowie 2030 betrachtet.

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