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Gesellschaftlicher Wandel und Zukunft des Alterns / ZudA

Ziel und Aufgabenstellung

Das Ruhrgebiet ist von den Auswirkungen des demografischen Wandels in besonderer Weise betroffen: Alterungs- und Schrumpfungsprozesse schreiten hier schneller voran als in vielen anderen Regionen. Aussagen über die Zukunftsperspektiven der Region sind daher oftmals eher pessimistisch: Der Versorgungs- und Pflegebedarf überlaste die soziale Infrastruktur, die alternden Belegschaften schwächten die Wettbewerbsfähigkeit, die verbleibende jüngere Generation sei durch Bildungs- und Integrationsdefizite geprägt.

Dabei wird verkannt, dass das Ruhrgebiet neben diesen Herausforderungen auch ein “demografisches Labor” für die Bundesrepublik darstellt. Wenn es gelingt, den Wandel produktiv zu bewältigen und die damit verbundenen Chancen zu nutzen, kann die Region zu einem Modell werden, das auch für andere Regionen wegweisend ist. Dies ist dann möglich, wenn die regionalen Akteure die demografische Herausforderung offensiv angehen und frühzeitig Lösungen erarbeiten und erproben.

Der Wissenschaftsverbund “Gesellschaftlicher Wandel und Zukunft des Alterns” (ZudA) hat tragfähige und zukunftsgerichtete Lösungen für demografische Problemstellungen erarbeitet und hat sich dabei auf das Ruhrgebiet als Modellregion konzentriert.

Vorgehen

Im Rahmen des Verbundprojektes übernahm das IAT in diesem Projekt die Koordinierung des Schwerpunktes: Entwicklung eines Weiterbildungsangebotes.

In Kooperation mit der Akademie der Ruhr-Universität Bochum und dem Weiterbildungszentrum der Technischen Universität Dortmund wurde ein Weiterbildungsangebot aufgebaut , das dem wachsenden Bedarf nach berufsbegleitender Qualifizierung zu Fragen des demografischen Wandels nachkommt. Profitieren sollen Berufsgruppen, die in ihrer täglichen Arbeit mit demografisch bedingten Problemlagen konfrontiert sind und Akteure, welche die Chancen des Seniorenmarktes nutzen wollen. Folgende Module wurden entwickelt:

  1. Arbeit und Alter
  2. Seniorenwirtschaft
  3. Wohnraum und Wohnumfeld für ältere Menschen
  4. Demografiesensible soziale Dienste