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PASTA - Der NRW-Monitor für Wirtschaft und Arbeit (Konzeptionsphase) / PASTA

Ziel und Aufgabenstellung

Im Auftrag des MASQT (Ministerium für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen) wird seit 2000 ein Berichts- und Analysesystem aufgebaut, das

  • statistische Basisdaten über die Entwicklung von Wirtschaft, Beschäftigung, Arbeitsmarkt und Qualifizierung in NRW in geschlossener und übersichtlicher Form präsentiert;
  • das Datenmaterial durch pointierte Auswertungen und Analysen “zum Sprechen bringt”;
  • wissenschaftlich fundierte und zugleich in der breiten Öffentlichkeit kommunizierbare Beiträge zu aktuellen Diskussionen liefert;
  • neue qualitative Entwicklungstrends frühzeitig erkennt und vertiefend analysiert.

Als ersten Schritt dazu führte das Institut Arbeit und Technik (IAT) Ende 2000 ein Konzeptionsprojekt durch, das Machbarkeit und Voraussetzungen eines solchen Berichts- und Analysesystems geklärt, die erforderlichen technischen und (daten-) organisatorischen Infrastrukturen aufgebaut, exemplarische Auswertungen und Analysen erarbeitet und geeignete Präsentationsformen erprobt hat. Ab Anfang 2001 wurde das Projekt PASTA auf der Grundlage der Erfahrungen des Konzeptionsprojekts weiter ausgebaut (Implementierungsphase 1ff.).

Vorgehen

Der Baustein “Arbeitsmarkt und Beschäftigung” mit folgenden Datenbeständen für die Basisberichterstattung wurde im Rahmen des Konzeptionsprojekts aufgebaut:

  • Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Deutschland, dem früheren Bundesgebiet, NRW und im Ruhrgebiet nach Branchen, Geschlecht, Nationalität, Altersgruppen, Ausbildungsstand usw.;
  • Entwicklung der Dynamik des Arbeitsmarktes: Ein- und Austrittsraten in und aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, Zugänge von offenen Stellen, Arbeitsvermittlungen, Vermittlung von Arbeitslosen;
  • Arbeitslosigkeit: gruppenspezifische Arbeitslosen- und Langzeitarbeitslosenquoten, Zu- und Abgänge in und aus Arbeitslosigkeit;
  • Arbeitsmarktpolitik: Eintritte und Bestände von Teilnehmern in verschiedenen Maßnahmearten.

Ein weiterer Baustein “Modernisierung von Wirtschaft und Arbeit” wurde konzeptionell vorbereitet.

Ferner wurde als Grundlage für die weiteren Arbeiten eine “PASTA-Wirtschaftsgruppensystematik” entwickelt, die einige methodische Probleme der überkommenen Einteilung des Dienstleistungssektors überwinden soll.

Der Einstieg in die Analyse von Querschnittstrends und branchenbezogenen Vertiefungsbereichen erfolgte in Form einer Vorstudie zur “New Economy”. Im Rahmen des Konzeptionsprojekts waren hierzu methodische und erste inhaltliche Aspekte zu berücksichtigen: Klärung der Abgrenzungs- und Erfassungsproblematik; Evaluation der Datenverfügbarkeit und zusätzlich notwendiger methodischer Instrumente und Herangehensweisen; Aufarbeitung aktueller Diskussionen im In- und Ausland zur Bedeutung von New Economy; relevante Teilbranchen; neue Selbständigkeit; absehbare Auswirkungen auf andere Wirtschaftssektoren.

Die folgenden Präsentationsformen wurden im Rahmen des Konzeptionsprojekts untersucht und als exemplarische Arbeitsergebnisse, gegebenenfalls mit Gestaltungsalternativen, vorgelegt: Newsletters, zusammenfassende, auf wesentliche Aussagen zugespitzte Zwischenbilanzen, Internetpräsenz mit Datenbankunterstützung, interner Workshop mit Teilnehmern aus dem MASQT.

PASTA ist seit der Konzeptionsphase ein Kooperationsprojekt der Abteilungen Dienstleistungssysteme (federführend), Arbeitsmarkt und Industrieentwicklung.

Der Abschlussbericht des Konzeptionsprojekts ist im Internet verfügbar.