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Zukunft der Arbeit (II) / ZdAII

Ziel und Aufgabenstellung

Ziel des Projekts “Zukunft der Arbeit (II)” war es, die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte einer zunehmenden Dienstleistungsorientierung und neuer ökoeffizienter Produktions- und Konsumstile auf dem Weg zu einer “zukunftsfähigen Gesellschaft” zu untersuchen. Hierbei wurden die arbeits- und beschäftigungspolitische Debatte um den “Hoffnungsträger Dienstleistungssektor” und die ökologische Diskussion um die umweltschonenden Wirkungen einer (Öko-)Effizienzrevolution miteinander verbunden und auf mittel- und langfristige Chancen, Wechselwirkungen und Umsetzungshemmnisse hin analysiert. Bislang wurden in der wissenschaftlichen Diskussion insbesondere ökologische und beschäftigungspolitische Fragen weitgehend unabhängig voneinander diskutiert.

Die erste Leitfrage des Projekts war, ob und ggf. in welchem Umfang durch den Übergang zu einer ökoeffizienteren Wirtschaft mit verstärkter Dienstleistungsorientierung im Saldo positive Arbeitsplatzeffekte entstehen würden. Die zweite Leitfrage war, welche Veränderungen der Arbeit (Qualifikation, geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, Arbeitszeiten, Organisation, Zeitsouveränität/Flexibilisierung) sich aus einer verstärkten Dienstleistungsorientierung und ökoeffizienteren Produktions- und Konsumstilen ergeben könnten.

 

Vorgehen

Das Projekt wurde in Kooperation zwischen Institut Arbeit und Technik und dem Wuppertal Institut für Umwelt, Klima und Engerie durchgeführt. Weitere WissenschaftlerInnen außerhalb der beiden Institute wurden einbezogen. 

Ausgewählte Themen des Projektes waren:

  1. Ökologische, ökonomische und soziale Implikationen von “Zukunftsfähigkeit”: Konzeptualisierung von Leitindikatoren und Leitbildern
  2. Referenzszenarien zur Entwicklung der Erwerbs- und Reproduktionsarbeit: Wachstumsparadigma und Beschäftigung
  3. “Zweite Tertiarisierung und Arbeitsmarktturbulenz”
  4. Die Auswirkungen einer verstärkten “Tertiarisierung” und der Ausweitung “klassischer” produktions- und konsumnaher Dienstleistungen auf Erwerbs- und Eigenarbeit: International vergleichende Analyse (z.B. USA, NL, D)
  5. Die Dienstleistungsfähigkeit von Konsum- und Investitionsgütern: Produktverantwortung, Kreislaufwirtschaft und Nutzenverkauf
  6. Keimformen (Entwicklungstrends?) ökoeffizienter Produktions- und Konsumstile: Die Frage nach der Verallgemeinerungsfähigkeit von “Faktor-4/10” – Beispielen und “Best practices”
  7. Neue beschäftigungspolitische Optionen durch ökoeffiziente Dienstleistungsbereiche
  8. Auswirkungen ökoeffizienter Dienstleistungen auf die Struktur und die Qualifikationsprofile von Erwerbs- und Eigenarbeit: “Neue Wohlstandsmodelle” und “mehr Lebensqualität” und Entwicklung/Verteilung von Erwerbseinkommen
  9. Ökonometrische Abschätzung von Arbeitsplatzeffekten einer verstärkten Dienstleistungsorientierung und ökoeffizienterer Produktions- und Konsumstile
  10. Produktivitätsentwicklung im Dienstleistungssektor