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Entwicklungstrends im Dienstleistungssektor / EntDls

Ziel und Aufgabenstellung

Die Abteilung Dienstleistungssysteme hat sich die Aufgabe gestellt, hochwertige Dienstleistungsangebote zu entwickeln, die ein Mehr an Lebensqualität, eine steigende Nachfrage nach Arbeitskräften und gleichzeitig eine sichere, wettbewerbsfähige Basis für Dienstleistungsunternehmen bieten. Ziel des Projektes war es, das zur Bewältigung dieser Aufgabe notwendige empirische wie theoretische Gerüst zu erarbeiten und einen fortlaufenden Überblick über den Dienstleistungssektor und seine vielfältigen Branchen, seine Strukturen, Entwicklungstrends und Innovationsperspektiven zu geben.

Aus den Analyseergebnissen sollten zum einen Anhaltspunkte für Gestaltungsinitiativen gewonnen werden, die sowohl der Politik als auch einzelnen Wirtschaftsunternehmen helfen können, den Dienstleistungssektor zu modernisieren. Ziel sollte es sein, Innovationspotenziale zu erschließen und gegebenenfalls politischen Handlungsbedarf festzustellen. Daraus ergab sich auch die Forderung nach einem neuen Konzept für eine Dienstleistungspolitik, das vor allen Dingen auch geeignete Instrumente enthält, um die Akteure zu sich selbst tragenden Innovations- und Wachstumsprozessen zu aktivieren. Zum anderen wurden die erarbeiteten Zusammenhänge aber auch dazu genutzt, Frage- und Aufgabenstellungen für neue Forschungsprojekte der Abteilung auszuloten.

Vorgehen

Im Rahmen dieses Projekts wurde zunächst die Lage und Entwicklung der Dienstleistungslandschaft beschrieben. Dabei stand nicht nur der Dienstleistungssektor als Ganzes, sondern gerade die differenzierte Betrachtung der unterschiedlichen Dienstleistungsbereiche oder auch einzelner Branchen im Hinblick auf Markt- und Beschäftigungschancen im Mittelpunkt des Interesses. Zu diesem Zweck wurden sowohl eigene Untersuchungen des Instituts oder der Abteilung zu Forschungsfragen des Dienstleistungssektors gebündelt als auch neuere theoretische und empirische Arbeiten aus der Literatur ausgewertet. Hier boten Ansätze der Theorie des Sozialen Wandels, der Systemtheorie oder der Transaktionskostentheorie hilfreiche Anregungen.

Weitere Impulse ergaben sich insbesondere aus der Arbeit des Projekts “Zukunftsbranche Lebensqualität? Herausforderungen und Verantwortung für die sozial-ökologische Forschung”, das gemeinsam mit dem Wuppertal Institut die strategische Frage nach der Verbindung ökonomischer, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitsziele verfolgte, sowie aus dem Aufbau eines Analyse- und Berichtssystems für Wirtschaft und Arbeit in NRW (vgl. Projekt TiPS – Der NRW-Service Monitor).